Tri-tra-trullala, der Suppenfloh ist wieder da.


Gesundes Apfelmus

6. Sep 2009 Autor: Florian | Abgelegt in: Spezielles

So schlecht die gezwungene Übersetzung “Ein Apfel am Tag ist was der Doktor gern mag.” für den englischen Merkspruch “An apple a day keeps the doctor away.” ist, genau so ungesund sind viele fertige Apfelmuse aus der Fabrik. Gut, das mag ein wenig dramatisiert sein, aber die meisten enthalten doch viel zu viel Zucker und woher ist Äpfel stammen, ist meist gänzlich unklar. Was liegt denn da näher, als in der Apfelerntezeit mal selbst sein Apfelmus zu kochen?

Zutaten

  • Äpfel
  • Zitronensaft
  • Zucker
  • Wasser
  • Vanille oder Vanillezucker (optional)

Bevor es losgeht, presst man ein bis zwei Zitronen aus und schüttet den Saft in den Topf, mit den man das Mus kochen will, denn Saft erfüllt gleich zweierlei Funktion. Zum einen verbessert er den Geschmack und sorgt für Frische, zum anderen verhindert er aber, dass die Äpfel braun werden.

Nun geht es ans Schälen. Die gewaschenen Äpfel werden Stück für Stück geschält, vom Kerngehäuse befreit und in kleine Stücken geschnitten. (Puristen können auch alles, bis auf die Kerne und Stiele mit verarbeiten.) Man sollte nach jedem Apfel kurz mit dem Löffel umrühren, damit die Schnittflächen vom Zitronensaft benetzt werden und somit nicht braun werden. Sind zu viele Äpfelstücken drin, kann man auch ein wenig Wasser hinzugeben – die Säure reicht dann auch noch aus.

Ist alles geschält, gibt man nach belieben Zucker hinzu und gießt mit Wasser alles auf. Als Faustregel kann man sagen, ein Volumenteil Wasser zu fünf Volumenteilen Apfel. Wer sich unsicher ist, nimmt ein wenig weniger Wasser und verdünnt zum Ende. Beim Zucker sollte man eher weniger als mehr nutzen. Das ist zum einen gesünder, zum anderen kann man Zucker immer noch dazugeben, aber das Rausnehmen stellt sich als eher schwierig heraus. Die Apfelsuppe kocht man dann solange auf kleiner Flamme, bis fast keine Stückchen mehr erkennbar sind.

Optional kann man noch das Mark einer Vanilleschote dazugeben. Für die optimale Ausnutzung kocht man die Schote dann auch noch mit und entfernt sie am Ende.

Vorsicht! Gegen Ende neigt der Apfelmus zum Spritzen und die Spritzer sind heiß.

Ist alles fertig, kann man das Mus entweder in Gläser abfüllen oder einfach in eine Schüssel zum baldigen Verzehr. Zum Abfüllen kann man handelsübliche Schraubgläser nehmen. Einfach bis zum Rand befüllen, ganz kurz sacken lassen, dann zuschrauben und umgedreht abkühlen lassen – so einfach ist die sterile Vakuumabfüllung. Hier muss man dann aber sagen, dass mehr Zucker das Apfelmus haltbarer machen.

Soljanka (mit Fleisch)

30. Dez 2008 Autor: Florian | Abgelegt in: Eintopf

Wer auf der Suche nach der Soljanka ist, dem sei gesagt: Es gibt sie nicht!

Ein Vergleich mit Hunderassen ist hier gar nicht so verkehrt: jede Hunderasse hat seine kompletten Eigenarten und -schaften und selbst Hunde einer Rasse sehen oft unterschiedlich aus. Genau so sieht es mit Sojanka aus: Man kan Soljanka mit Fleisch, Fisch oder Pilzen zubereiten und die restlichen Zutaten variieren oft stark. Lediglich Gurken und Tomaten gehören zum Grundstock eines jeden Rezeptes – egal in welcher Form.

Zutaten

  • 1 Stück Kassler (rund 500g ohne Knochen, also 700-800g mit Knochen)
  • 2-4 Zwiebeln
  • 360g kleine Gewürzgurken (aus dem Glas (1) oder frisch)
  • 1 Glas Letscho (680g)
  • 1 Flasche Tomatensaft
  • 1 kleine Zehe Knoblauch
  • Zitronen und saure Sahne (zum Abschmecken)
  • 1 Lorbeerblatt und 10 Pfefferkörner
  • 1-2 Chilischoten (oder mehr)

Zuallererst würfelt man das Kassler in kleine Stücke und schneidet die Zwiebeln in Sechstel oder Achtel. Die Gurken schneidet man längs in etwa 5×5 Millimeter dünne Streifen. (Meine Mutter hat dafür ein kleines Brett mit extra Messerchen zum Drüberziehen.)

Sobald die Vorbereitungen abgeschlossen sind, kann es auch schon losgehen. Zuerst brät man die Kasslerwürfel ordentlich an. Bevor das Fleisch komplett fertig gebraten ist fügt man die Zwiebelscheiben hinzu und brät diese mit gold-gelb an. Kurz vor Ende schüttet man die Gürkenstreifen dazu und brät alles eine Minute mit an. Das Ganze, insofern man das Braten nicht bereits in einem großen Topf vorgenommen hat, schüttet man in einen großen Topf und fügt die restlichen Zutaten hinzu. (Lediglich die saure Sahne und die Zitronen kommen erst später dazu.)

Den Knoblauch kann man entweder ganz oder fein geschnitten hinzufügen. Für beide Fälle gilt aber: erst kurz vor dem Hinzufügen mit der flachen Messerseite anquetschen oder schneiden.

Die Soljanka muss nun 30-45 Minuten köcheln und sollte danach gut durchziehen. Bei Bedarf kann man nun den Knoblauch, das Lorbeerblatt und die Pfefferkörner herausfischen – vorausgesetzt man findet alles. Nach dem Kochen presst man eine Zitrone und schmeckt mit dem Saft alles ab.

Die fertige Soljanka serviert man traditionell mit Zitronensaft (oder Scheibe) und einem guten Löffel sauerer Sahne.

Mutters Hühnerfrikassee

7. Mrz 2008 Autor: Florian | Abgelegt in: Eintopf

Hühnerfrikassee ist nicht nur echt einfach zu machen, sondern dazu auch noch in großen Mengen. Sollte also mal wieder die gange Baggage anrücken, sollte jeder zufrieden gestellt werden. Dieses Hühnerfrikassee kann man auch ideal als abendliches Mahl mißbrauchen, indem man es wie Ragout Fin mit Käse im Ofen überbackt. (Worcester Sauce drüber und mit weißem Brot serviert einfach der Hit!)

 Zutaten

  • Suppenhuhn (bitte frisch)
  • Wurzelwerk (Suppengrün)
  • Zwiebel
  • Champignons (frisch oder 425ml Dose)
  • Spargel (frisch oder 425ml Dose)
  • 1 Zitrone
  • 200-250g Butter
  • 200-250g Mehl
  • Gewürze: Lorbeerblatt, 5 Pimentkörner, Salz

Das Huhn mit dem Wurzelwerk, der Zwiebel und den Gewürzen in einen passenden Topf geben. Das Ganze mit Wasser bedecken und zirka zwei Stunden kochen lassen. Das Huhn sollte fertig sein, sobald die Ärmchen leicht abreißbar sind. (Klingt grausam, ist aber so.)

In der Zwischenzeit kann man sich der Zaubermasse zuwenden. Dazu nimmt man weiche Butter und die gleiche Menge Mehl und vermischt diese zu einer homogenen Masse. Sobald das Hühnchen fertig ist, siebt man die Brühe ab und dickt diese allmählich (unter ständiger Hitze) mit der Zaubermasse ab. Je nach dem, wieviel Brühe man hat, benötigt man 400-500g der Masse.

Ist man damit fertig, konnte das Huhn schon mal fünf Minuten auskühlen, sodass es beim Fleisch abrupfen nicht mehr ganz so weh tut. Man kann das Tierchen natürlich auch länger abkühlen lassen, muss aber in Kauf nehmen, dass sich das Fleisch schlechter ablösen läßt.

Zum Schluß gibt man das Fleisch, den Spargel und die Pilze in die Suppe und säuert alles mit frisch gepresstem Zitronensaft ab.

Entweder serviert man Alles mit Reis und Zitrone oder als Überbackenes.