Tri-tra-trullala, der Suppenfloh ist wieder da.
Der Sauerbraten erfordert ein wenig Geduld und – was nicht jeder hat – einen Steinguttopf. Dieses Rezept erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl beim Beizen, damit die unglaubliche Zärte erreicht wird. Einmal geschafft, fällt das Fleisch förmlich auseinander und keiner am Tisch wird je wieder an den Kochkünsten des Kochs (oder doch der Köchin) zweifeln.
Zutaten
Die Zubereitung beginnt knapp drei Tage im Voraus. Essig, Wasser und Gewürze* zusammen mit einer gescheibten Zwiebel und dem Fleisch in einen Steinguttopf geben. Der Topf sollte nicht zu groß sein, sodass das Fleisch mit Flüssigkeit bedeckt ist. Den Topf deckt man dann gut ab und stellt ihn an einen dunklen, kühlen Ort. (Der Keller bietet sich hier besonders gut an.) Nun muß man nur noch drei Tage warten und das Fleisch ab und zu wenden.
Nach drei Tagen trocknet man das Fleisch ab und brät es 15 Minuten im Bräter in der Butter an. Sobald alles schön angebraten ist, löscht man das Fleisch mit der Brühe, dem Rotwein und der gesiebten Beize (das ist das Essig-Wasser-Gemisch) ab. Nun muß der Braten noch 90 Minuten schmoren. Zehn Minuten vor Ende gibt man den zerbröckelten Honigkuchen dazu.
Man sollte den Braten mit Kartoffel essen, da man eh ein wenig Kartoffelwasser benötigt. Mit dem Kartoffelwasser kocht und pinselt man den Bräter aus, um auch noch den letzten Geschmack rauszuholen. Gleichzeitig sollte man die Sahne mit dem Mehl verquirlen und das Kartoffelwasser, den Bratfond und die Rosinen damit aufkochen lassen.
Zum Braten und den Kartoffeln schmeckt am besten leckerer Rotkohl.
Borschtsch wird traditionell mit Roter Bete hergestellt und ist hauptsächlich in Ost- und Ostmitteleuropa vertreten. Es gibt wohl unzählige Rezepte, dies ist eines davon. Der ukrainische Borschtsch besteht hauptsächlich aus Roten Beeten, Weißkraut, Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten, Tomate und Rindfleisch. Es sollte immer soviel Gemüse im Topf sein, dass der Holzlöffel von alleine darin stehen bleibt.
Zutaten
Zuerst sollte man vom Rindfleisch eine kräftige Brühe kochen. Die Rote Beete, Mohrrübe, Zwiebeln und Petersilienwurzel in Streifen schneiden und in einen großen Topf geben. Butter, Zucker, Tomatenmark und gute 100ml von der Brühe hinzugeben und zugedeckt bei hoher Hitze zum Kochen bringen. Das Ganze muss dann zirka 30 Minuten auf kleiner Flamme schmoren und häufig umgerührt werden. Gegebenenfalls kann man noch etwas Brühe hinzufügen.
Nun den geschnittenen Kohl beimengen und für weitere 15 Minuten schmoren lassen. Das geschmorte Gemüse mit den gewürfelten Kartoffeln danach in die Brühe geben und mit den restlichen Gewürzen würzen.
Das Ganze muss so lange kochen, bis die Kartoffeln und das Kraut gar sind. Abschließend nur noch das in Würfel geschnittene Fleisch hinzugeben.
Nachdem die Suppe gezogen hat, diese mit dicker saurer Sahne servieren.