Tri-tra-trullala, der Suppenfloh ist wieder da.
Zu Weihnachten darf er nicht fehlen, der Gänsebraten. Eine Weihnachtsgans zu bereiten ist eigentlich ganz einfach und bedarf vor allem ein wenig Geduld.
Zutaten
Bevor man sich an die Gans macht, sollte man sich schon alles zurechtlegen, da man mit den Fettfinger sonst mehr (Putz-)Arbeit fabriziert, als nötig. Die Äpfel schneidet man in Stücke und legt sie beiseite. Von der Orange schneidet man vorsichtig die Schale ab und legt sie zu den Äpfeln. Das Fruchtfleisch benötigen wir nicht für die Gans. Es darf also vorab verspeist werden, wenn man es nicht für das Dessert benötigt.
Nun geht es der Gans an den Kragen. Diese salzt man von innen und außen reichlich und füllt sie anschließend mit den Apfelscheiben, der Orangenschale und dem Beifuß. Ist dies vollbracht, verschließt man die Gans. Entweder betätigt man sich als Hobbychirurg und näht die Gans zu, oder man nimmt Rouladennadeln. Jetzt platziert man die Gans im Bräter und versieht sie mit einem bisschen Pfeffer. Abschließend schüttet man noch eine oder zwei Tassen Wasser mit in den Bräter und schiebt alles in den auf 160°C vorgeheizten Ofen – mit Deckel.
Nach 45 Minuten nimmt man den Deckel ab und übergießt die Gans mit dem Rotwein und schiebt die Gans wieder in den Ofen – ohne Deckel. Damit der Braten schön knusprig und nicht zu fettig wird, muss man die Gans immer wieder mit einer Rouladennadel einstechen und mit der Soße übergießen. Das sollten man lieber öfter und ganzheitlich machen, als zu zaghaft.
Je nach Gansgröße dauert es nun 3–4 Stunden, bis alles durch ist. Die Gans kommt danach aus dem Bräter und hält dank ihrer Füllung warm. Nun geht es an die Soße. Damit diese nicht zu fett ausfällt, schüttet man die Flüssigkeit des Bräters in ein hohes Gefäß – idealer weise in eine Fetttrennkanne – und wartet ab, bis sich das Fett oben gesammelt hat. Die eigentliche Soße kommt zurück in den Bräter und das Fett in einen gesonderten Topf. Um die Soße tischtauglich zu machen, nimmt man ein leeres Marmeladenglas und befüllt es mit der sauren Sahne, 2–3 Teelöffeln Kartoffelmehl und ein paar Schlücken Kartoffelwasser. (Das heisst, man sollte gegen Ende schon mal Kartoffeln aufgesetzt haben.) Das Glas verschließt man und schüttelt es, bis alles eine homogene Flüssigkeit geworden ist. Obacht, das man sich beim Schütteln nicht verbrüht. Ist dies vollbracht, kocht man die Soße mit dem Saure-Sahne-Kartoffelmehlwasser unter ständigem Rühren auf, sodass diese andickt.
Wir essen unsere Gans immer mit Kartoffeln und Klößen, sowie Rotkohl und Grünkohl. Guten Appetit!
So schlecht die gezwungene Übersetzung “Ein Apfel am Tag ist was der Doktor gern mag.” für den englischen Merkspruch “An apple a day keeps the doctor away.” ist, genau so ungesund sind viele fertige Apfelmuse aus der Fabrik. Gut, das mag ein wenig dramatisiert sein, aber die meisten enthalten doch viel zu viel Zucker und woher ist Äpfel stammen, ist meist gänzlich unklar. Was liegt denn da näher, als in der Apfelerntezeit mal selbst sein Apfelmus zu kochen?
Zutaten
Bevor es losgeht, presst man ein bis zwei Zitronen aus und schüttet den Saft in den Topf, mit den man das Mus kochen will, denn Saft erfüllt gleich zweierlei Funktion. Zum einen verbessert er den Geschmack und sorgt für Frische, zum anderen verhindert er aber, dass die Äpfel braun werden.
Nun geht es ans Schälen. Die gewaschenen Äpfel werden Stück für Stück geschält, vom Kerngehäuse befreit und in kleine Stücken geschnitten. (Puristen können auch alles, bis auf die Kerne und Stiele mit verarbeiten.) Man sollte nach jedem Apfel kurz mit dem Löffel umrühren, damit die Schnittflächen vom Zitronensaft benetzt werden und somit nicht braun werden. Sind zu viele Äpfelstücken drin, kann man auch ein wenig Wasser hinzugeben – die Säure reicht dann auch noch aus.
Ist alles geschält, gibt man nach belieben Zucker hinzu und gießt mit Wasser alles auf. Als Faustregel kann man sagen, ein Volumenteil Wasser zu fünf Volumenteilen Apfel. Wer sich unsicher ist, nimmt ein wenig weniger Wasser und verdünnt zum Ende. Beim Zucker sollte man eher weniger als mehr nutzen. Das ist zum einen gesünder, zum anderen kann man Zucker immer noch dazugeben, aber das Rausnehmen stellt sich als eher schwierig heraus. Die Apfelsuppe kocht man dann solange auf kleiner Flamme, bis fast keine Stückchen mehr erkennbar sind.
Optional kann man noch das Mark einer Vanilleschote dazugeben. Für die optimale Ausnutzung kocht man die Schote dann auch noch mit und entfernt sie am Ende.
Vorsicht! Gegen Ende neigt der Apfelmus zum Spritzen und die Spritzer sind heiß.
Ist alles fertig, kann man das Mus entweder in Gläser abfüllen oder einfach in eine Schüssel zum baldigen Verzehr. Zum Abfüllen kann man handelsübliche Schraubgläser nehmen. Einfach bis zum Rand befüllen, ganz kurz sacken lassen, dann zuschrauben und umgedreht abkühlen lassen – so einfach ist die sterile Vakuumabfüllung. Hier muss man dann aber sagen, dass mehr Zucker das Apfelmus haltbarer machen.