Tri-tra-trullala, der Suppenfloh ist wieder da.

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Soljanka (mit Fleisch)

30. Dez 2008 Autor: Florian | Abgelegt in: Eintopf

Wer auf der Suche nach der Soljanka ist, dem sei gesagt: Es gibt sie nicht!

Ein Vergleich mit Hunderassen ist hier gar nicht so verkehrt: jede Hunderasse hat seine kompletten Eigenarten und -schaften und selbst Hunde einer Rasse sehen oft unterschiedlich aus. Genau so sieht es mit Sojanka aus: Man kan Soljanka mit Fleisch, Fisch oder Pilzen zubereiten und die restlichen Zutaten variieren oft stark. Lediglich Gurken und Tomaten gehören zum Grundstock eines jeden Rezeptes – egal in welcher Form.

Zutaten

  • 1 Stück Kassler (rund 500g ohne Knochen, also 700-800g mit Knochen)
  • 2-4 Zwiebeln
  • 360g kleine Gewürzgurken (aus dem Glas (1) oder frisch)
  • 1 Glas Letscho (680g)
  • 1 Flasche Tomatensaft
  • 1 kleine Zehe Knoblauch
  • Zitronen und saure Sahne (zum Abschmecken)
  • 1 Lorbeerblatt und 10 Pfefferkörner
  • 1-2 Chilischoten (oder mehr)

Zuallererst würfelt man das Kassler in kleine Stücke und schneidet die Zwiebeln in Sechstel oder Achtel. Die Gurken schneidet man längs in etwa 5×5 Millimeter dünne Streifen. (Meine Mutter hat dafür ein kleines Brett mit extra Messerchen zum Drüberziehen.)

Sobald die Vorbereitungen abgeschlossen sind, kann es auch schon losgehen. Zuerst brät man die Kasslerwürfel ordentlich an. Bevor das Fleisch komplett fertig gebraten ist fügt man die Zwiebelscheiben hinzu und brät diese mit gold-gelb an. Kurz vor Ende schüttet man die Gürkenstreifen dazu und brät alles eine Minute mit an. Das Ganze, insofern man das Braten nicht bereits in einem großen Topf vorgenommen hat, schüttet man in einen großen Topf und fügt die restlichen Zutaten hinzu. (Lediglich die saure Sahne und die Zitronen kommen erst später dazu.)

Den Knoblauch kann man entweder ganz oder fein geschnitten hinzufügen. Für beide Fälle gilt aber: erst kurz vor dem Hinzufügen mit der flachen Messerseite anquetschen oder schneiden.

Die Soljanka muss nun 30-45 Minuten köcheln und sollte danach gut durchziehen. Bei Bedarf kann man nun den Knoblauch, das Lorbeerblatt und die Pfefferkörner herausfischen – vorausgesetzt man findet alles. Nach dem Kochen presst man eine Zitrone und schmeckt mit dem Saft alles ab.

Die fertige Soljanka serviert man traditionell mit Zitronensaft (oder Scheibe) und einem guten Löffel sauerer Sahne.

Linseneintopf

30. Dez 2008 Autor: Florian | Abgelegt in: Eintopf

Linsen sind eine der ältesten Lebensmittel der Weltgeschichte und haben sich nicht ohne Grund so lange gehalten. Ein leckerer Linseneintopf ist nahrhaft, relativ günstig und kann, richtig zubereitet, auch richtig gut schmecken.

Zutaten

  • 100g Linsen pro Person
  • 1 Stück Kassler (je nach Personenanzahl)
  • 1 Zwiebel
  • 40 Gramm Margarine (für die Brenne)
  • 80 Gramm Mehl (für die Brenne)
  • Lorbeer und Piment
  • Zucker und Essig

Die Linsen bedeckt man in einem Topf mit Wasser und weicht sie ein. Auch wenn man das bei manchen Sorten nicht unbedingt muss, schadet es wohl dennoch nicht, auf Nummer Sicher zu gehen.

Sind die Linsen eingeweicht, gibt man nochmals Wasser hinzu und stellt alles auf den Herd. Das Fleisch schneidet man in kleine Würfel, die Zwiebel viertelt man und gibt alles zusammen mit einem Lorbeerblatt und ein paar Pimentkörnern zu den Linsen. Das Ganze muss nun zirka 30 Minuten köcheln. Reste vom Kassler (Knochen, Fettstreifen) sollte man für einen satten Geschmack einfach mitkochen und später entfernen.

Geschnittener und gewürfelter Kassler

Solange alles auf dem Herd erhitzt macht man sich an die Herstellung der Brenne. Diese ist quasi eine Mehlschwitze, bloß dass sich keine homogene Masse bildet, sondern keine Bröckchen. Dazu erwärmt man die Margarine in einer Pfanne und fügt das Mehl unter ständigem Rühren hinzu. Sobald alles gold-gelb ist kann man es vom Herd nehmen. Das Resultat sollte in etwa so aussen: 

Brenne aus Margarine und Mehl

Die Brenne gibt man in kaltes Wasser und verquirlt sie zu einer gleichmäßigen Flüssigkeit. Sobald die Linsen fertig gekocht sind verrührt man Selbige mit der Brenne damit, um den Eintopf anzudicken. Dazu muss alles nochmals kurz aufkochen.

Letztlich wird der Linseneintopf mit Salz, Zucker und Essig süß-sauer abgeschmeckt und mein Tipp - mit zwei bis drei Scheiben Blutwurst pro Teller serviert.

Mutters Hühnerfrikassee

7. Mrz 2008 Autor: Florian | Abgelegt in: Eintopf

Hühnerfrikassee ist nicht nur echt einfach zu machen, sondern dazu auch noch in großen Mengen. Sollte also mal wieder die gange Baggage anrücken, sollte jeder zufrieden gestellt werden. Dieses Hühnerfrikassee kann man auch ideal als abendliches Mahl mißbrauchen, indem man es wie Ragout Fin mit Käse im Ofen überbackt. (Worcester Sauce drüber und mit weißem Brot serviert einfach der Hit!)

 Zutaten

  • Suppenhuhn (bitte frisch)
  • Wurzelwerk (Suppengrün)
  • Zwiebel
  • Champignons (frisch oder 425ml Dose)
  • Spargel (frisch oder 425ml Dose)
  • 1 Zitrone
  • 200-250g Butter
  • 200-250g Mehl
  • Gewürze: Lorbeerblatt, 5 Pimentkörner, Salz

Das Huhn mit dem Wurzelwerk, der Zwiebel und den Gewürzen in einen passenden Topf geben. Das Ganze mit Wasser bedecken und zirka zwei Stunden kochen lassen. Das Huhn sollte fertig sein, sobald die Ärmchen leicht abreißbar sind. (Klingt grausam, ist aber so.)

In der Zwischenzeit kann man sich der Zaubermasse zuwenden. Dazu nimmt man weiche Butter und die gleiche Menge Mehl und vermischt diese zu einer homogenen Masse. Sobald das Hühnchen fertig ist, siebt man die Brühe ab und dickt diese allmählich (unter ständiger Hitze) mit der Zaubermasse ab. Je nach dem, wieviel Brühe man hat, benötigt man 400-500g der Masse.

Ist man damit fertig, konnte das Huhn schon mal fünf Minuten auskühlen, sodass es beim Fleisch abrupfen nicht mehr ganz so weh tut. Man kann das Tierchen natürlich auch länger abkühlen lassen, muss aber in Kauf nehmen, dass sich das Fleisch schlechter ablösen läßt.

Zum Schluß gibt man das Fleisch, den Spargel und die Pilze in die Suppe und säuert alles mit frisch gepresstem Zitronensaft ab.

Entweder serviert man Alles mit Reis und Zitrone oder als Überbackenes.

Gräupcheneintopf

28. Dez 2007 Autor: Florian | Abgelegt in: Eintopf

Gräupchen, die eigentlich Graupen heißen, sind geschälte Gerstenkörner von ovaler Form. Für dieses Rezept wird die feinste Qualität, die besonders kleinen Perlgraupen, benötigt. Viele haben noch nie Gräupchen gegessen und scheuen sich typischer Weise, diese zu probieren. Jedoch habe ich bisher jeden mit einer Schüssel überzeugen können.

Zutaten

  • Rindehesse
  • 3 Suppenknochen
  • Suppengrün
  • 150-250g Gräupchen
  • Kohlrabi (2-3 Stück)
  • Butter und Petersilie

Wie so oft muss man zuerst eine Brühe aus der Hesse, den Knochen und dem zerkleinerten Suppengrün kochen.

Die Gräupchen sollten gewaschen werden und dann leicht in der Brühe köcheln. Dabei sollten Sie aufpassen, dass die Graupen nicht anbrennen.

Der Kohlrabi wird in Stifte geschnitten. Diese sollten zirka 1-2cm stark sein. Sollten Sie der Versuchung erliegen, den Kohlrabi in dünne Scheiben zu raspeln, sollten Sie dies nicht tun. Der Geschmack der Suppe würde an Harmonie verlieren. Die Kohlrabistifte werden gekocht und nach dem Abgießen mit ordentlich Butter versehen. Achten Sie darauf, dass Sie den Kohlrabi nicht zu weich kochen, da er in der heißen Brühe nachgart und somit zu weich werden kann.

Abschließend wird der Kohlrabi in die Graupenbrühe gegeben und mit Petersilie abgerundet.

Ukrainischer Borschtsch

24. Dez 2007 Autor: Florian | Abgelegt in: Eintopf

Borschtsch wird traditionell mit Roter Bete hergestellt und ist hauptsächlich in Ost- und Ostmitteleuropa vertreten. Es gibt wohl unzählige Rezepte, dies ist eines davon. Der ukrainische Borschtsch besteht hauptsächlich aus Roten Beeten, Weißkraut, Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten, Tomate und Rindfleisch. Es sollte immer soviel Gemüse im Topf sein, dass der Holzlöffel von alleine darin stehen bleibt.

Zutaten

  • 500g Rindfleisch
  • 300g Rote Beete
  • 200g Weißkohl bzw. Weißkraut
  • 250g Kartoffeln
  • 1 Mohrrübe
  • 1-2 Petersilienwurzeln
  • 2-3 Zwiebeln
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 1-2 Esslöffel Butter
  • Salz, Pfeffer und Essig (von Letzerem maximal einen Esslöffel)

Zuerst sollte man vom Rindfleisch eine kräftige Brühe kochen. Die Rote Beete, Mohrrübe, Zwiebeln und Petersilienwurzel in Streifen schneiden und in einen großen Topf geben. Butter, Zucker, Tomatenmark und gute 100ml von der Brühe hinzugeben und zugedeckt bei hoher Hitze zum Kochen bringen. Das Ganze muss dann zirka 30 Minuten auf kleiner Flamme schmoren und häufig umgerührt werden. Gegebenenfalls kann man noch etwas Brühe hinzufügen.

Nun den geschnittenen Kohl beimengen und für weitere 15 Minuten schmoren lassen. Das geschmorte Gemüse mit den gewürfelten Kartoffeln danach in die Brühe geben und mit den restlichen Gewürzen würzen.

Das Ganze muss so lange kochen, bis die Kartoffeln und das Kraut gar sind. Abschließend nur noch das in Würfel geschnittene Fleisch hinzugeben.

Nachdem die Suppe gezogen hat, diese mit dicker saurer Sahne servieren.

Flosche Bohnensuppe

19. Dez 2007 Autor: Florian | Abgelegt in: Eintopf

Diese Suppe schmeckt einfach Jedem und kann leicht in großen Mengen hergestellt werden. Aufgrund der vielen verschiedenen Zutaten kann sie ideal als komplette Mahlzeit dienen. Für eine Party sollte man die Menge einfach vervierfachen.

Zutaten

  • Suppenfleisch (Rinderhesse + Suppenknochen)
  • Suppengrün
  • 3-5 Kartoffeln
  • 1 Glas Wachsbrechbohnen
  • 1 Glas Grühe Bohnen (850ml)
  • 1 Dose Kidneybohnen (425ml)
  • 1 Dose Weiße Bohnen (425ml)
  • 200g Paprikastreifen (bunt)
  • 200g Wiener oder Knacker (Mein Tipp: je 200 Gramm)
  • 2-3 Zwiebeln
  • 1/2 – 1 Flasche Salsa
  • Bohnenkraut, Majoran, Thymian und Chili

Optional kann man auch eine Dose Chilibohnen hinzufügen oder in Mangelung einer anderen Bohnensorte nehmen.

Zuerst sollte man eine Brühe aus dem Suppenfleisch herstellen. Dazu das Fleisch kurz anbraten und dann dieses in 1-2 Litern Wasser mit dem verkleinerten Suppengrün kochen. Nach dem Abseihen gibt man die gewürfelten Kartoffeln und die abgetropften Bohnen in die Brühe.

In einer separaten Pfanne brät man die in kleine Scheiben geschnittenen Würste ordentlich in heißem Fett an und gibt die Zwiebel dazu. Die Zwiebeln sollte man in Halbmonde schneiden und solange mitbraten, sodass sie leicht glasig werden. Natürlich sollten sie Würste ordentlich angebraten sein und die Zwiebeln nicht verbrennen.

Die Wurst-Zwiebel-Pampe gibt man mit den restlichen Zutaten in die Suppe und läßt alles zirka 30 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln. Abschließend kann man die Suppe nach Belieben mit Salsa nachwürzen.

Sollten Sie planen, die restliche Suppe einzufrieren, sollten Sie bei der Zubereitung die Kartoffeln weglassen bzw. diese separat beigeben, da diese nach dem Auftauen stets eine eigenartige Konsistenz haben.