Tri-tra-trullala, der Suppenfloh ist wieder da.
Es gibt wohl genauso viele Pizzateigrezepte, wie es Sand am Meer gibt. Das Meine ist simpel, günstig und das Resultat wird dünn, knusprig und geht ein wenig auf. Ob es original italienisch ist, kümmert mich dabei recht wenig – immerhin soll es schmecken und nicht vor Authentizität strotzen.
Zutaten für den Teig
Zutaten für den Tomatenbelag
Da der Teig eine Weile gehen muss, fängt man am besten mit diesem an. Dafür löst man zuerst die zerbröckelte Hefe in hand-warmem Wasser auf. Die Lösung gibt man, zusammen mit dem Mehl und dem Salz, in eine Rührschüssel und rundet das Ganze mit einem ordentlichen Schuss Olivenöl ab (und damit meine ich die guten zwei Esslöffel). Die Mischung knetet man mit Handrührgerät und Knethaken bewaffnet drei bis fünf Minuten durch. Das ist relativ wichtig, da die kleinen Hefemistkerle sehr gut verteilt werden müssen und durch das Rühren noch etwas Wärme entsteht.
Der Teig muss sollte nun 30 Minuten ruhen, bevor er nochmals durchgeknetet und danach flach ausgerollt wird. (Am besten gleich auf einem mit Öl bepinselten Blech.) Der ausgerollte Teig sollte nochmals 10 Minuten gehen, um sich von den Ausrollstrapazien zu erholen – sonst geht er im Ofen nicht mehr auf.
In der Zwischenzeit, in der der Teig geht, sollte man sich an die Soße machen. Ich nehme gerne Dosentomaten, weil diese enorm frisch konserviert werden und meist aromastärker sind, als ihre frischen Kollegen. Außerdem spart man sich das Schälen den Tomaten. Die Tomaten füllt man samt der Flüssigkeit in einen Topf und rührt die Tomaten solange mit einem Rührbesen (die nicht elektrische Variante), bis die gesamte Masse schön klein ist. Nun muss man die zerhackstückten Tomaten einkochen. Dazu erhitzt man die Suppe solange bei mittlerer (bis hoher) Hitze, bis mehr als die Hälfte des Wassers verdunstet ist. Nach etwa 30-45 Minuten sind 230g Wasser verdampft und die Masse ist dick genug, um nicht mehr auf der Pizza zu verwässern. Kurz vor dem Ende sollte man die Soße mit einer Prise Salz und den Gewürzen abschmecken.
Die Tomatensoße streicht man auf den ausgerollten Teig und fertig ist die Grundpizza. Das Belegen kann dann nach Belieben erfolgen. Wichtig ist bloß, dass man zuerst den Käse und dann die restlichen Zutaten auf die Pizza tut. Sonst bildet der Käse eine Dunstglocke und die Pizza kann verwässern. Die Rohpizza kommt nun in den enorm heiß vorgeheizten Ofen und backt dort in wenigen Minuten fertig. Ich heize den Ofen dafür auf das Maximum vor (das sind bei mir schätzungsweise 275°C) und backe keine zehn Minuten.
Tipp: Ich reibe ordentlich Gouda (typisch Deutsch) auf und streue diesen über die Grundpizza. Dann schneide ich Kochschinken (mit der Speckkante) in 5×10cm große Stücke und verteile diesen mit etwas Abstand auf der Pizza. Zu guter letzt kommen noch saftige und süße Ananasstücken drüber und fertig ist die Pizza Hawaii. (Ein paar Extrastreusel Käse dürfen es auch noch sein.)
Es gibt wohl kaum ein Rezept, welches mit noch weniger Komplexität aufwartet als dieses. Für ein Weißbrot braucht man eigentlich nur Wasser, Mehl und Hefe. (Damit es auch schmeckt ebenfalls ein wenig Würze.) Alles ist so günstig, dass wohl die Energiekosten für die Zubereitung die Materialkosten übersteigen. Für die folgende Menge benötigt man nicht einmal 35 Cent. Für ein Bioweißbrot sind es dann wohl schon eher 50 Cent.
Zutaten
Zuallererst löst man die Hefe im Wasser auf. Dazu bröckelt man die Hefe in das hand-warme Wasser und quirlt alles gut durch. Die Hefesuppe gibt man dann zum Mehl in die Rührschüssel und fügt noch das Salz und den Zucker hinzu. Mit Knethaken und Rührgerät bewaffnet geht es dann dem Gemisch solange an den Kragen, bis sich eine gleichmäßige Masse gebildet hat. Nennen wir diese einmal Teig.
Der Teig sollte nun je nach Umgebungstemperatur 15-30 Minuten gehen, wichtig ist eigentlich bloß, dass sich das Volumen verdoppelt. Zwischendurch fettet man eine Kastenform ein, in welche dann letztlich der Teig gegeben wird. Keine Sorge, wenn der Teig etwas klebrig ist, man bekommt alles nach dem Backen ohne Probleme aus der Form. (Ich spreche aus Erfahrung. Ich nehme dafür nämlich eine runde Glasauflaufform.) Der Backvorgang dauert übrigens in etwa 40 bis 45 Minuten bei 200°C Umluft.
Tipp: Je nach dem, was man mit dem Brot anstellen will, sollte man die Hefe dosieren. Will man die Scheiben pur mit wertvoller Butter genießen, kann es ruhig ein halber Würfel Hefe sein. Soll das Brot für Überbackenes herhalten, reicht eher ein 1/3 Hefewürfel, damit die Hefe nicht zu dominant wird.