Tri-tra-trullala, der Suppenfloh ist wieder da.
Wer auf der Suche nach der Soljanka ist, dem sei gesagt: Es gibt sie nicht!
Ein Vergleich mit Hunderassen ist hier gar nicht so verkehrt: jede Hunderasse hat seine kompletten Eigenarten und -schaften und selbst Hunde einer Rasse sehen oft unterschiedlich aus. Genau so sieht es mit Sojanka aus: Man kan Soljanka mit Fleisch, Fisch oder Pilzen zubereiten und die restlichen Zutaten variieren oft stark. Lediglich Gurken und Tomaten gehören zum Grundstock eines jeden Rezeptes – egal in welcher Form.
Zutaten
Zuallererst würfelt man das Kassler in kleine Stücke und schneidet die Zwiebeln in Sechstel oder Achtel. Die Gurken schneidet man längs in etwa 5×5 Millimeter dünne Streifen. (Meine Mutter hat dafür ein kleines Brett mit extra Messerchen zum Drüberziehen.)

Sobald die Vorbereitungen abgeschlossen sind, kann es auch schon losgehen. Zuerst brät man die Kasslerwürfel ordentlich an. Bevor das Fleisch komplett fertig gebraten ist fügt man die Zwiebelscheiben hinzu und brät diese mit gold-gelb an. Kurz vor Ende schüttet man die Gürkenstreifen dazu und brät alles eine Minute mit an. Das Ganze, insofern man das Braten nicht bereits in einem großen Topf vorgenommen hat, schüttet man in einen großen Topf und fügt die restlichen Zutaten hinzu. (Lediglich die saure Sahne und die Zitronen kommen erst später dazu.)
Den Knoblauch kann man entweder ganz oder fein geschnitten hinzufügen. Für beide Fälle gilt aber: erst kurz vor dem Hinzufügen mit der flachen Messerseite anquetschen oder schneiden.
Die Soljanka muss nun 30-45 Minuten köcheln und sollte danach gut durchziehen. Bei Bedarf kann man nun den Knoblauch, das Lorbeerblatt und die Pfefferkörner herausfischen – vorausgesetzt man findet alles. Nach dem Kochen presst man eine Zitrone und schmeckt mit dem Saft alles ab.
Die fertige Soljanka serviert man traditionell mit Zitronensaft (oder Scheibe) und einem guten Löffel sauerer Sahne.
4 Kommentare für "Soljanka (mit Fleisch)"
Um alles ein wenig aufzupeppen kann man auch Ingwer in feinste Streifen schneiden und die komplette Zeit mitkochen. Geschmacklich passt das gut, man sollte jedoch aufpassen nicht zu viel zu verwenden, da der Ingwer sonst durchschmeckt.
Gerade Soljanka als “Resteeintopf” ist ein Gericht, dass man fast nach Belieben variieren kann. So kann man die Deftigkeit erhöhen, indem man etwas mehr Zwiebeln und Knoblauch nimmt. Wer Letscho aus dem Glas mißtraut, kann stattdessen mit Tomatenmark und Brühe arbeiten (und dann eingelegte und/oder frische Paprika hinzufügen…:-)
Auch kann man die Pfefferkörner teils mit Pimentkörnern ersetzen. Diese Zutaten sollten vor der Zugabe der Brühe/des Letschos/des Tomatenmarks kurz mitgebraten werden, also vor dem eigentlichen Kochvorgang.
Auch bei der Fleisch/Wursteinlage kann man experimentieren. Ich nehme gern:
- durchwachsenen Bauchspeck (manchen heutzutage nur noch als “Bacon” bekannt)
- Cabanossi
- Jagdwurst
- Salami (richtige Hartwurstsalami, nicht das Scheibenzeug in den unteren Regalen)
Dabei gilt es zu beachten, Hartwurst immer als letzte Wurstzutat anzubraten, kurz vor oder mit der Zwiebel.
Soljanka schmeckt echt mega klasse!!!
Das find ich so genial da müßte man sich bedanken mit einer Flasche Champus……oder so!!!!!!!!!!!!
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