• Aufwand: Gering-mittel
  • Party geeignet: Ja
  • Portionen: 4-6
  • Preis: mittel
  • Richtung: Ost-Deutsch
  • Vegetarisch: Nein

Wer auf der Suche nach der Soljanka ist, dem sei gesagt: Es gibt sie nicht!

Ein Vergleich mit Hunderassen ist hier gar nicht so verkehrt: jede Hunderasse hat seine kompletten Eigenarten und -schaften und selbst Hunde einer Rasse sehen oft unterschiedlich aus. Genau so sieht es mit Sojanka aus: Man kan Soljanka mit Fleisch, Fisch oder Pilzen zubereiten und die restlichen Zutaten variieren oft stark. Lediglich Gurken und Tomaten gehören zum Grundstock eines jeden Rezeptes – egal in welcher Form.

Zutaten

  • 1 Stück Kassler (rund 500g ohne Knochen, also 700-800g mit Knochen)
  • 2-4 Zwiebeln
  • 360g kleine Gewürzgurken (aus dem Glas (1) oder frisch)
  • 1 Glas Letscho (680g)
  • 1 Flasche Tomatensaft
  • 1 kleine Zehe Knoblauch
  • Zitronen und saure Sahne (zum Abschmecken)
  • 1 Lorbeerblatt und 10 Pfefferkörner
  • 1-2 Chilischoten (oder mehr)

Zuallererst würfelt man das Kassler in kleine Stücke und schneidet die Zwiebeln in Sechstel oder Achtel. Die Gurken schneidet man längs in etwa 5×5 Millimeter dünne Streifen. (Meine Mutter hat dafür ein kleines Brett mit extra Messerchen zum Drüberziehen.)

Sobald die Vorbereitungen abgeschlossen sind, kann es auch schon losgehen. Zuerst brät man die Kasslerwürfel ordentlich an. Bevor das Fleisch komplett fertig gebraten ist fügt man die Zwiebelscheiben hinzu und brät diese mit gold-gelb an. Kurz vor Ende schüttet man die Gürkenstreifen dazu und brät alles eine Minute mit an. Das Ganze, insofern man das Braten nicht bereits in einem großen Topf vorgenommen hat, schüttet man in einen großen Topf und fügt die restlichen Zutaten hinzu. (Lediglich die saure Sahne und die Zitronen kommen erst später dazu.)

Den Knoblauch kann man entweder ganz oder fein geschnitten hinzufügen. Für beide Fälle gilt aber: erst kurz vor dem Hinzufügen mit der flachen Messerseite anquetschen oder schneiden.

Die Soljanka muss nun 30-45 Minuten köcheln und sollte danach gut durchziehen. Bei Bedarf kann man nun den Knoblauch, das Lorbeerblatt und die Pfefferkörner herausfischen – vorausgesetzt man findet alles. Nach dem Kochen presst man eine Zitrone und schmeckt mit dem Saft alles ab.

Die fertige Soljanka serviert man traditionell mit Zitronensaft (oder Scheibe) und einem guten Löffel sauerer Sahne.