Tri-tra-trullala, der Suppenfloh ist wieder da.

Gänsebraten in Rotweinsoße

31. Dez 2011 Autor: Florian | Abgelegt in: Braten

Zu Weihnachten darf er nicht fehlen, der Gänsebraten. Eine Weihnachtsgans zu bereiten ist eigentlich ganz einfach und bedarf vor allem ein wenig Geduld.

Zutaten

  • Gans
  • Boskoop-Äpfel (3–4)
  • Beifuß
  • 1 unbehandelte Orange
  • 1 Flasche Rotwein
  • Salz und Pfeffer
  • Saure Sahne und Kartoffelmehl für die Soße

Bevor man sich an die Gans macht, sollte man sich schon alles zurechtlegen, da man mit den Fettfinger sonst mehr (Putz-)Arbeit fabriziert, als nötig. Die Äpfel schneidet man in Stücke und legt sie beiseite. Von der Orange schneidet man vorsichtig die Schale ab und legt sie zu den Äpfeln. Das Fruchtfleisch benötigen wir nicht für die Gans. Es darf also vorab verspeist werden, wenn man es nicht für das Dessert benötigt.

Nun geht es der Gans an den Kragen. Diese salzt man von innen und außen reichlich und füllt sie anschließend mit den Apfelscheiben, der Orangenschale und dem Beifuß. Ist dies vollbracht, verschließt man die Gans. Entweder betätigt man sich als Hobbychirurg und näht die Gans zu, oder man nimmt Rouladennadeln. Jetzt platziert man die Gans im Bräter und versieht sie mit einem bisschen Pfeffer. Abschließend schüttet man noch eine oder zwei Tassen Wasser mit in den Bräter und schiebt alles in den auf 160°C vorgeheizten Ofen – mit Deckel.

Nach 45 Minuten nimmt man den Deckel ab und übergießt die Gans mit dem Rotwein und schiebt die Gans wieder in den Ofen – ohne Deckel. Damit der Braten schön knusprig und nicht zu fettig wird, muss man die Gans immer wieder mit einer Rouladennadel einstechen und mit der Soße übergießen. Das sollten man lieber öfter und ganzheitlich machen, als zu zaghaft.

Je nach Gansgröße dauert es nun 3–4 Stunden, bis alles durch ist. Die Gans kommt danach aus dem Bräter und hält dank ihrer Füllung warm. Nun geht es an die Soße. Damit diese nicht zu fett ausfällt, schüttet man die Flüssigkeit des Bräters in ein hohes Gefäß – idealer weise in eine Fetttrennkanne – und wartet ab, bis sich das Fett oben gesammelt hat. Die eigentliche Soße kommt zurück in den Bräter und das Fett in einen gesonderten Topf. Um die Soße tischtauglich zu machen, nimmt man ein leeres Marmeladenglas und befüllt es mit der sauren Sahne, 2–3 Teelöffeln Kartoffelmehl und ein paar Schlücken Kartoffelwasser. (Das heisst, man sollte gegen Ende schon mal Kartoffeln aufgesetzt haben.) Das Glas verschließt man und schüttelt es, bis alles eine homogene Flüssigkeit geworden ist. Obacht, das man sich beim Schütteln nicht verbrüht. Ist dies vollbracht, kocht man die Soße mit dem Saure-Sahne-Kartoffelmehlwasser unter ständigem Rühren auf, sodass diese andickt.

Wir essen unsere Gans immer mit Kartoffeln und Klößen, sowie Rotkohl und Grünkohl. Guten Appetit!

Cantucci für das Kaffeekränzchen

15. Sep 2009 Autor: Florian | Abgelegt in: Kekse und Kuchen

Das Rezept für Cantucci habe ich von einer Arbeitskollegin erhalten. Cantucci sind die ideale Begleiter für einen Kaffeenachmittag und als süßer Knabberspaß für Nebenbei. Geschmacklich kann man sie mit handelsüblichen Eierplätzchen vergleichen, bloß wesentlich härter und mit gerösteten Mandeln. (In einem Glas halten sich die Zahnbrecher ziemlich lange und können Stück für Stück genossen werden.)

Zutaten

  • 200 Gramm Mandeln (ganz)
  • 250 Gramm Zucker
  • 3 Eier (Größe M)
  • 400 Gramm Mehl (+/- 50 Gramm)
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 1 gestrichener Teelöffel Backpulver und eine Prise Salz

Zu aller erst röstet man die ganzen Mandeln in einer Pfanne an. Dazu nimmt man am besten ein wenig Erdnussöl (oder ein anderes, geschmacksneutrales Öl) und wendet die Nüsse immer wieder in einer beschichteten Pfanne. Ist dies abgeschlossen, nimmt man die Nüsse von der Platte und lässt sie auskühlen.

Nun trennt man die Dotter und das Eiweiß von einander – am besten gleich in zwei Rührschüsseln. Die Eigelbe verrührt man mit dem Zucker und dem Vanillezucker und widmet sich dem Eiweiß. Dieses versieht man mit einer Prise Salz und schlägt es mit einem Handrührgerät steif. (Puristen dürfen das auch mit Hand machen.) Das steife Eiweiß rührt man löffelweise unter die Zuckermischung, bis man eine schöne schaumige Masse hat. In der freigewordenen Schüssel vermengt man das Mehl und das Backpulver miteinander. Mit Knethaken bewaffnet kann man nun alles zu einem Teig verkneten. Der Teig sollte nicht klebrig sein, aber auch nicht zu trocken. Deswegen lieber anfangs etwas weniger Mehl nehmen und Stück für Stück an die richtige Konsistenz herantasten.

Letztlich knetet man die gerösteten Mandeln in den Teig und formt lange 3 Zentimeter dicke Teigschlangen. Diese legt man auf ein Blech und backt diese bei 175°C zirka 35 Minuten im vorgeheizten Ofen. Die Schlangen gehen ein klein wenig auf, also nicht zu dicht legen. Nach 35 Minuten nimmt man die halb gebackenen Schlangen heraus, schneidet sie in schräge Stullen und bäckt sie weiter, bis sie gold-braun sind. Aber aufgepasst – das kann ziemlich schnell gehen.

Cantucci neben Blumen

Gesundes Apfelmus

6. Sep 2009 Autor: Florian | Abgelegt in: Spezielles

So schlecht die gezwungene Übersetzung „Ein Apfel am Tag ist was der Doktor gern mag.“ für den englischen Merkspruch „An apple a day keeps the doctor away.“ ist, genau so ungesund sind viele fertige Apfelmuse aus der Fabrik. Gut, das mag ein wenig dramatisiert sein, aber die meisten enthalten doch viel zu viel Zucker und woher ist Äpfel stammen, ist meist gänzlich unklar. Was liegt denn da näher, als in der Apfelerntezeit mal selbst sein Apfelmus zu kochen?

Zutaten

  • Äpfel
  • Zitronensaft
  • Zucker
  • Wasser
  • Vanille oder Vanillezucker (optional)

Bevor es losgeht, presst man ein bis zwei Zitronen aus und schüttet den Saft in den Topf, mit den man das Mus kochen will, denn Saft erfüllt gleich zweierlei Funktion. Zum einen verbessert er den Geschmack und sorgt für Frische, zum anderen verhindert er aber, dass die Äpfel braun werden.

Nun geht es ans Schälen. Die gewaschenen Äpfel werden Stück für Stück geschält, vom Kerngehäuse befreit und in kleine Stücken geschnitten. (Puristen können auch alles, bis auf die Kerne und Stiele mit verarbeiten.) Man sollte nach jedem Apfel kurz mit dem Löffel umrühren, damit die Schnittflächen vom Zitronensaft benetzt werden und somit nicht braun werden. Sind zu viele Äpfelstücken drin, kann man auch ein wenig Wasser hinzugeben – die Säure reicht dann auch noch aus.

Ist alles geschält, gibt man nach belieben Zucker hinzu und gießt mit Wasser alles auf. Als Faustregel kann man sagen, ein Volumenteil Wasser zu fünf Volumenteilen Apfel. Wer sich unsicher ist, nimmt ein wenig weniger Wasser und verdünnt zum Ende. Beim Zucker sollte man eher weniger als mehr nutzen. Das ist zum einen gesünder, zum anderen kann man Zucker immer noch dazugeben, aber das Rausnehmen stellt sich als eher schwierig heraus. Die Apfelsuppe kocht man dann solange auf kleiner Flamme, bis fast keine Stückchen mehr erkennbar sind.

Optional kann man noch das Mark einer Vanilleschote dazugeben. Für die optimale Ausnutzung kocht man die Schote dann auch noch mit und entfernt sie am Ende.

Vorsicht! Gegen Ende neigt der Apfelmus zum Spritzen und die Spritzer sind heiß.

Ist alles fertig, kann man das Mus entweder in Gläser abfüllen oder einfach in eine Schüssel zum baldigen Verzehr. Zum Abfüllen kann man handelsübliche Schraubgläser nehmen. Einfach bis zum Rand befüllen, ganz kurz sacken lassen, dann zuschrauben und umgedreht abkühlen lassen – so einfach ist die sterile Vakuumabfüllung. Hier muss man dann aber sagen, dass mehr Zucker das Apfelmus haltbarer machen.

Baisers

10. Apr 2009 Autor: Florian | Abgelegt in: Kekse und Kuchen

Jedes Mal, wenn man Eigelb für eine Panade benötigt, bleiben die Eiweiße übrig. Entweder haut man sich diese in eine Pfanne, viel leckerer und kindgerechter ist es jedoch, Baisers daraus zu zaubern. Das folgende Rezept gilt pro Ei. In der Regel reichen bereits drei Eier, um ein ganzes Blech voller Baisers zu zaubern.

Zutaten

  • 1 Eiweiß
  • 45 Gramm Zucker
  • 1/3 – 1/4 Vanille- oder Vanillinzucker
  • Salz
  • Geduld

Das Eiweiß salzt man mit einer kleinen Prise Salz und schlägt es mit einem Handrührgerät auf maximaler Stufe halb steif. Danach gibt man den Zucker hinzu und schlägt weiter, bis das gezuckerte Eiweiß steif ist. Nun gilt es, die Masse auf Backpapier gebettet im Backofen bei nicht mehr als 100°C zu trocknen. (Den Terminus „backen“ zu nutzen wäre bei diesen Temperaturen übertrieben.) Entweder füllt man die Masse in einen Spritzbeutel und spritzt damit die handelsüblichen Röschen, oder man verteilt alles mit einem Löffel auf dem Blech – das geht schneller und schmeckt genau so gut.

Nun heißt es gedulden! Je nach Größe der Rohbaisers brauchen diese auch gerne mal mehr als zwei Stunden. Die Temperatur zu erhöhen würde zwar die Trockenzeit verkürzen, aber das Resultat würde nicht weiß bis weiß-gelb werden und nicht mehr schmecken.

Kleiner Hinweis am Rande: Die Baisers bleiben exakt so, wie man sie auf das Blech bringt. Man braucht also kaum Platz zwischen den Baisers zu lassen.

Pizzagrundrezept mit Tomatensoße

6. Apr 2009 Autor: Florian | Abgelegt in: Brot, Teig & Co.

Es gibt wohl genauso viele Pizzateigrezepte, wie es Sand am Meer gibt. Das Meine ist simpel, günstig und das Resultat wird dünn, knusprig und geht ein wenig auf. Ob es original italienisch ist, kümmert mich dabei recht wenig – immerhin soll es schmecken und nicht vor Authentizität strotzen.

Zutaten für den Teig

  • 250g Weizenmehl, Typ 405
  • 150ml Wasser
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 2 Esslöffel Olivenöl (oder mehr)
  • 1/2 – 3/4 Teelöffel Salz

Zutaten für den Tomatenbelag

  • 1 Dose geschälte Tomaten (400g Inhalt/240g Abtropfgewicht)
  • Salz, Oregano und Thymian

Da der Teig eine Weile gehen muss, fängt man am besten mit diesem an. Dafür löst man zuerst die zerbröckelte Hefe in hand-warmem Wasser auf. Die Lösung gibt man, zusammen mit dem Mehl und dem Salz, in eine Rührschüssel und rundet das Ganze mit einem ordentlichen Schuss Olivenöl ab (und damit meine ich die guten zwei Esslöffel). Die Mischung knetet man mit Handrührgerät und Knethaken bewaffnet drei bis fünf Minuten durch. Das ist relativ wichtig, da die kleinen Hefemistkerle sehr gut verteilt werden müssen und durch das Rühren noch etwas Wärme entsteht.
Der Teig muss sollte nun 30 Minuten ruhen, bevor er nochmals durchgeknetet und danach flach ausgerollt wird. (Am besten gleich auf einem mit Öl bepinselten Blech.) Der ausgerollte Teig sollte nochmals 10 Minuten gehen, um sich von den Ausrollstrapazien zu erholen – sonst geht er im Ofen nicht mehr auf.

In der Zwischenzeit, in der der Teig geht, sollte man sich an die Soße machen. Ich nehme gerne Dosentomaten, weil diese enorm frisch konserviert werden und meist aromastärker sind, als ihre frischen Kollegen. Außerdem spart man sich das Schälen den Tomaten. Die Tomaten füllt man samt der Flüssigkeit in einen Topf und rührt die Tomaten solange mit einem Rührbesen (die nicht elektrische Variante), bis die gesamte Masse schön klein ist. Nun muss man die zerhackstückten Tomaten einkochen. Dazu erhitzt man die Suppe solange bei mittlerer (bis hoher) Hitze, bis mehr als die Hälfte des Wassers verdunstet ist. Nach etwa 30-45 Minuten sind 230g Wasser verdampft und die Masse ist dick genug, um nicht mehr auf der Pizza zu verwässern. Kurz vor dem Ende sollte man die Soße mit einer Prise Salz und den Gewürzen abschmecken.

Die Tomatensoße streicht man auf den ausgerollten Teig und fertig ist die Grundpizza. Das Belegen kann dann nach Belieben erfolgen. Wichtig ist bloß, dass man zuerst den Käse und dann die restlichen Zutaten auf die Pizza tut. Sonst bildet der Käse eine Dunstglocke und die Pizza kann verwässern. Die Rohpizza kommt nun in den enorm heiß vorgeheizten Ofen und backt dort in wenigen Minuten fertig. Ich heize den Ofen dafür auf das Maximum vor (das sind bei mir schätzungsweise 275°C) und backe keine zehn Minuten.

Tipp: Ich reibe ordentlich Gouda (typisch Deutsch) auf und streue diesen über die Grundpizza. Dann schneide ich Kochschinken (mit der Speckkante) in 5x10cm große Stücke und verteile diesen mit etwas Abstand auf der Pizza. Zu guter letzt kommen noch saftige und süße Ananasstücken drüber und fertig ist die Pizza Hawaii. (Ein paar Extrastreusel Käse dürfen es auch noch sein.)

Kastenweißbrot

6. Apr 2009 Autor: Florian | Abgelegt in: Brot, Teig & Co.

Es gibt wohl kaum ein Rezept, welches mit noch weniger Komplexität aufwartet als dieses. Für ein Weißbrot braucht man eigentlich nur Wasser, Mehl und Hefe. (Damit es auch schmeckt ebenfalls ein wenig Würze.) Alles ist so günstig, dass wohl die Energiekosten für die Zubereitung die Materialkosten übersteigen. Für die folgende Menge benötigt man nicht einmal 35 Cent. Für ein Bioweißbrot sind es dann wohl schon eher 50 Cent.

Zutaten

  • 360g Weizenmehl, Typ 405
  • 240ml Wasser
  • 1/2 bis 1/3 Würfel Hefe
  • 1 Teelöffel Salz
  • 2/3 Teelöffel Zucker

Zuallererst löst man die Hefe im Wasser auf. Dazu bröckelt man die Hefe in das hand-warme Wasser und quirlt alles gut durch. Die Hefesuppe gibt man dann zum Mehl in die Rührschüssel und fügt noch das Salz und den Zucker hinzu. Mit Knethaken und Rührgerät bewaffnet geht es dann dem Gemisch solange an den Kragen, bis sich eine gleichmäßige Masse gebildet hat. Nennen wir diese einmal Teig.

Der Teig sollte nun je nach Umgebungstemperatur 15-30 Minuten gehen, wichtig ist eigentlich bloß, dass sich das Volumen verdoppelt. Zwischendurch fettet man eine Kastenform ein, in welche dann letztlich der Teig gegeben wird. Keine Sorge, wenn der Teig etwas klebrig ist, man bekommt alles nach dem Backen ohne Probleme aus der Form. (Ich spreche aus Erfahrung. Ich nehme dafür nämlich eine runde Glasauflaufform.) Der Backvorgang dauert übrigens in etwa 40 bis 45 Minuten bei 200°C Umluft.

Tipp: Je nach dem, was man mit dem Brot anstellen will, sollte man die Hefe dosieren. Will man die Scheiben pur mit wertvoller Butter genießen, kann es ruhig ein halber Würfel Hefe sein. Soll das Brot für Überbackenes herhalten, reicht eher ein 1/3 Hefewürfel, damit die Hefe nicht zu dominant wird.

Eierkuchen

4. Jan 2009 Autor: Florian | Abgelegt in: Spezielles

Eierkuchen sind ein äußerst einfaches und günstiges Essen. Viele behaupten, die flachen, in der Pfanne gebratenen Dinger hießen Pfannkuchen, aber dieser Name ist bereits von der Berliner Pfannkuchen reserviert. Nur weil manche Region den Berliner Pfannkuchen aus bloßer Faulheit zum Berliner degradiert, muss das ja nicht stimmen. Beide Spezialitäten werden in Öl in einer Pfanne gebraten bzw. gesiedet und könnten somit Eierkuchen heißen, aber nur Eierkuchen enthalten einen dominanten Anteil von Eiern und sollten schon der besseren Unterscheidung wegen ihren eigenen Namen erhalten, oder etwa nicht?

Das Rezept für Eierkuchen ist eigentlich ziemlich frei und verzeiht grobe Schnitzer wie kein Zweites. Dies gilt sowohl für die Mengen der verwendeten Zutaten, sowie für die einzelnen Zubereitungsschritte. Man sollte bei der Milch und dem Mehl etwa ein Verhältnis von 2-2,5:1 anstreben. Für Rezeptfreunde und Unsichere hier eine gelungene Komposition:

Zutaten

  • 675ml Milch
  • 6 Eier
  • 1/3 Kilogramm Mehl
  • Zwei Prisen bzw. rund 1 Gramm Salz
  • Sonnenblumenöl zum Braten (oder anderes Speiseöl)

Man kann auch mit 3 bis 5 Eiern auf diese Menge auskommen, wenn man nicht so viele zur Hand hat.

Man füge alle Zutaten in eine Rührschüssel und rühre solange, bis sich alles in eine cremig-flüssige Masse verwandelt hat. Nun muss man lediglich Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und eine große Kelle Flüssigteig darin verteilen. Das Ganze brät man von beiden Seiten Diesen Schritt wiederholt man solange, bis der ganze Teig aufgebraucht ist. Die fertigen Eierkuchen stapelt man, damit sie sich gegenseitig warm halten.

Die Eierkuchen serviert man nach Belieben mit Süßen oder Deftigem. Mein Tipp: mit Zucker und Apfelmus schmecken sie besonders gut!

Soljanka (mit Fleisch)

30. Dez 2008 Autor: Florian | Abgelegt in: Eintopf

Wer auf der Suche nach der Soljanka ist, dem sei gesagt: Es gibt sie nicht!

Ein Vergleich mit Hunderassen ist hier gar nicht so verkehrt: jede Hunderasse hat seine kompletten Eigenarten und -schaften und selbst Hunde einer Rasse sehen oft unterschiedlich aus. Genau so sieht es mit Sojanka aus: Man kan Soljanka mit Fleisch, Fisch oder Pilzen zubereiten und die restlichen Zutaten variieren oft stark. Lediglich Gurken und Tomaten gehören zum Grundstock eines jeden Rezeptes – egal in welcher Form.

Zutaten

  • 1 Stück Kassler (rund 500g ohne Knochen, also 700-800g mit Knochen)
  • 2-4 Zwiebeln
  • 360g kleine Gewürzgurken (aus dem Glas (1) oder frisch)
  • 1 Glas Letscho (680g)
  • 1 Flasche Tomatensaft
  • 1 kleine Zehe Knoblauch
  • Zitronen und saure Sahne (zum Abschmecken)
  • 1 Lorbeerblatt und 10 Pfefferkörner
  • 1-2 Chilischoten (oder mehr)

Zuallererst würfelt man das Kassler in kleine Stücke und schneidet die Zwiebeln in Sechstel oder Achtel. Die Gurken schneidet man längs in etwa 5×5 Millimeter dünne Streifen. (Meine Mutter hat dafür ein kleines Brett mit extra Messerchen zum Drüberziehen.)

Sobald die Vorbereitungen abgeschlossen sind, kann es auch schon losgehen. Zuerst brät man die Kasslerwürfel ordentlich an. Bevor das Fleisch komplett fertig gebraten ist fügt man die Zwiebelscheiben hinzu und brät diese mit gold-gelb an. Kurz vor Ende schüttet man die Gürkenstreifen dazu und brät alles eine Minute mit an. Das Ganze, insofern man das Braten nicht bereits in einem großen Topf vorgenommen hat, schüttet man in einen großen Topf und fügt die restlichen Zutaten hinzu. (Lediglich die saure Sahne und die Zitronen kommen erst später dazu.)

Den Knoblauch kann man entweder ganz oder fein geschnitten hinzufügen. Für beide Fälle gilt aber: erst kurz vor dem Hinzufügen mit der flachen Messerseite anquetschen oder schneiden.

Die Soljanka muss nun 30-45 Minuten köcheln und sollte danach gut durchziehen. Bei Bedarf kann man nun den Knoblauch, das Lorbeerblatt und die Pfefferkörner herausfischen – vorausgesetzt man findet alles. Nach dem Kochen presst man eine Zitrone und schmeckt mit dem Saft alles ab.

Die fertige Soljanka serviert man traditionell mit Zitronensaft (oder Scheibe) und einem guten Löffel sauerer Sahne.

Linseneintopf

30. Dez 2008 Autor: Florian | Abgelegt in: Eintopf

Linsen sind eine der ältesten Lebensmittel der Weltgeschichte und haben sich nicht ohne Grund so lange gehalten. Ein leckerer Linseneintopf ist nahrhaft, relativ günstig und kann, richtig zubereitet, auch richtig gut schmecken.

Zutaten

  • 100g Linsen pro Person
  • 1 Stück Kassler (je nach Personenanzahl)
  • 1 Zwiebel
  • 40 Gramm Margarine (für die Brenne)
  • 80 Gramm Mehl (für die Brenne)
  • Lorbeer und Piment
  • Zucker und Essig

Die Linsen bedeckt man in einem Topf mit Wasser und weicht sie ein. Auch wenn man das bei manchen Sorten nicht unbedingt muss, schadet es wohl dennoch nicht, auf Nummer Sicher zu gehen.

Sind die Linsen eingeweicht, gibt man nochmals Wasser hinzu und stellt alles auf den Herd. Das Fleisch schneidet man in kleine Würfel, die Zwiebel viertelt man und gibt alles zusammen mit einem Lorbeerblatt und ein paar Pimentkörnern zu den Linsen. Das Ganze muss nun zirka 30 Minuten köcheln. Reste vom Kassler (Knochen, Fettstreifen) sollte man für einen satten Geschmack einfach mitkochen und später entfernen.

Geschnittener und gewürfelter Kassler

Solange alles auf dem Herd erhitzt macht man sich an die Herstellung der Brenne. Diese ist quasi eine Mehlschwitze, bloß dass sich keine homogene Masse bildet, sondern keine Bröckchen. Dazu erwärmt man die Margarine in einer Pfanne und fügt das Mehl unter ständigem Rühren hinzu. Sobald alles gold-gelb ist kann man es vom Herd nehmen. Das Resultat sollte in etwa so aussen: 

Brenne aus Margarine und Mehl

Die Brenne gibt man in kaltes Wasser und verquirlt sie zu einer gleichmäßigen Flüssigkeit. Sobald die Linsen fertig gekocht sind verrührt man Selbige mit der Brenne damit, um den Eintopf anzudicken. Dazu muss alles nochmals kurz aufkochen.

Letztlich wird der Linseneintopf mit Salz, Zucker und Essig süß-sauer abgeschmeckt und mein Tipp – mit zwei bis drei Scheiben Blutwurst pro Teller serviert.

Mürbeteigplätzchen

23. Nov 2008 Autor: Florian | Abgelegt in: Kekse und Kuchen

Es ist wieder Zeit sich bei dieser düsteren Jahreszeit zusammen zu finden, um leckere Plätzchen für Weihnachten zu backen. Dabei geistern schier unendlich viele Rezepte durch das weltweite Netz – das einzig wahre, wenn auch wohl kalorienreichste, Rezept gibt es aber nur hier.

Zutaten

  • 275g weiche Butter
  • 450g Mehl
  • 250g Zucker
  • Ein großes Ei
  • Zitronenschale bzw. 1 Packung Zitronenschalenaroma

Zur erst verrührt man die weiche Butter und den Zucker, sodass sich der Zucker in der Butter auflösen kann. Am besten lässt man alles ein wenig an einem warmen Ort ruhen. Danach rührt man das Ei unter und fügt das Mehl hinzu. Die Mischung muss man nun eine ganze Zeit mit einem Handrührgerät bearbeiten, bis sich eine gleichmäßige Masse gebildet hat.

Letztlich muss man den Teig mit reichlich Mehl flach ausrollen und ausstechen. Die Plätzchen bäckt man dann bei mittlerer Hitze (um die 150°C) goldig und betreicht sie nach dem Auskühlen mit Zuckerglasur.